Unterricht Klassische Reitkunst:

 

Parallel zu meiner täglichen Arbeit als Tierärztin unterrichte ich Reiter auf bzw. an ihren eigenen Pferden  in den Grundlagen der klassisch-barocken Reitkunst in:

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  •   Dressur-, Vielseitigkeits- und Freizeitreiterei
  •   Klassischer Bodenarbeit (Kappzaum, Kurzzügel)
  •   Leinenarbeit (Longe, Doppellonge, Fahr- und Langzügel)
  •   Zirzensik
  •   Freiheitsdressur

 

Ich versuche dabei möglichst linientreu, wie es mir selbst von meinen Reitmeistern und Trainern beigebracht worden ist, die Lehren von François Robichon de la Guérinière, François Baucher, Eduard Gustav Steinbrecht und Brigadier Prof. Kurt Albrecht an meine Schüler weiterzugeben.

Warum sollten wir uns mühsam, theoretisch wie praktisch, mit jahrhunderte-alten strengen Lehren und deren Auslegungen und Weiterführungen beschäftigen?

Ganz einfach: es ist fürchterlich gesund!

Aus medizinischer Sicht gibt es keine Reitweise, die für Pferde annähernd so gesundheitsfördernd und gesundheitserhaltend ist wie die traditionelle Klassische Reitkunst.

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Den DIRECTIVEN für die Durchführung des methodischen Vorganges bei der Ausbildung von Reiter und Pferd in der k.u.k. Spanischen Hofreitschule ist zu entnehmen:

„Es sei hier noch einmal wiederholt, daß der Hohen Schule stets das Gradausreiten und die Campagneschule vorausgehen muß. In letzterer sind die natürlichen Gänge und Sprünge zu entwickeln, sowie den Pferden die hiezu nötige Biegung (…) und die der jeweiligen Bauart entsprechende Stellung zu geben und darin zu bestätigen.

Erst nach all diesem darf zur Kunst, das heißt zur Hohen Schule übergegangen werden, weil man sich zwar Natur ohne Kunst denken kann, niemals aber Kunst ohne Natur!

Darum muß das ganze Streben und Trachten dahin gerichtet sein, auch in der Hohen Schule auf natürlichem, zwanglosem (…) Wege fortzuschreiten (…)“

 

Heute wollen wir vor allem Pferde als Freizeitpartner, nicht zwingend als  Meister der Hohen Schule, sicherlich aber nicht mehr als Kavalleriepferde für den Kriegseinsatz ausbilden. Die Ausbildungsziele sind, wenn auch nicht auf den ersten Blick erkennbar, tatsächlich aber noch die Gleichen.

Laut Heeresdienstvorschrift sollte die Kavallerie des 16. – 20. Jahrhunderts  folgende Kriterien erfüllen:

„Der Krieg fordert vom Reiter die sichere Beherrschung des Pferdes, vom Pferde absoluten Gehorsam, gute Rittigkeit, höchsten Arbeitswillen, Gewandtheit, Ausdauer und lebenslange Einsatzfähigkeit. Dieses Ziel zu erfüllen ist das Ziel der Ausbildung von Reiter und Pferd. Dauernden Erfolg wird sie nur haben, wenn alle von der Freude am Reiten und der absoluten Liebe zum Pferd beseelt sind.“

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Wenn wir das ganze nun in etwas modernere und wärmere Worte kleiden, kann man doch durchaus sagen:

Wir möchten uns auf dem Rücken unseres geliebten Freizeitpartners sicher fühlen. Wir wünschen uns zuverlässige, ausgeglichene Pferde, die bei feinster Hilfengebung freudig und geschickt mitarbeiten und bei bester Gesundheit, dank guter Gymnastizierung, bis ins hohe Alter geritten werden können. (….da schau her, klingt doch schon viel vertrauter)

Und schließlich der abschließende Satz, bezüglich der „Freude am Reiten“ und der „absoluten Liebe zum Pferd“ bedarf wohl sicherlich keiner modernen Übersetzung mehr, da er, egal zu welcher Zeit, immer als die Essenz guten Reitens gelten sollte.

Und schon sind wir ganz nah dran an den Idealen der alten Meister, die Wege gesucht und gefunden haben, Pferde nicht (teilweise sogar gegen ihre Anatomie und natürlichen Anlagen) schablonenartig und unter Zwang in Lektionen zu quetschen, sondern sinnvolle Lektionen gerecht und liebevoll einzusetzen um Pferde bestmöglich, passend zu ihren natürlichen Anlagen, individuell zu fördern. Denn:

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Die Lektionen der klassischen Reitkunst sind für die Pferde da, nicht umgekehrt!

Laut Brigadier Prof. Kurt Albrecht, ehemaligem Leiter der Spanischen Hofreitschule Wien, besteht der einzige Zweck des Reitens sinngemäß nur darin, aus Liebe und Demut gegenüber dem Pferd, die Pferde gesünder, schöner und besser zu machen, als sie es von Natur aus sowieso schon sind.

Aus dieser Sicht betrachtet, verliert auch die barocke Reiterei der Hohen Schule ihren leicht angestaubten und dabei überkandidelten und entrückten Touch und bekommt plötzlich in der gefühlvollen und geduldigen Erarbeitung schwieriger Dressurlektionen, basierend auf Harmonie und Balance, etwas sehr Solides und Bodenständiges im täglichen zufriedenem und respektvollem Miteinander von Pferden und ihren Menschen.

 

Terminvereinbarung bitte telefonisch unter:      0179 – 109 54 54    (Sollten Sie mich nicht direkt erreichen, weil ich gerade Patienten behandle, gerne auch per WhatsApp)

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© Fotos by  Lichtbilderei l Brigitte Lummer Fotografie

Das Foto der Großen Quadrille in der Spanischen Hofreitschule Wien und das Foto meines Urgroßvaters auf dem Trainingsgelände des Kgl. bay. l. Schweren Reiter Regiments (5.Esk.) im Oberwiesenfeld München stammen aus dem privaten Besitz meines Großvaters

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